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Comedy-Brüder aus Äpfingen: „Man wächst zweisprachig auf“ - Südwest Presse

Tuesday, November 22, 2016

Schwäbisch bedeutet für uns natürlich auch Heimat und Identität“, sagt Alwin Hagel, Leiter der Geschäftsstelle der SÜDWEST PRESSE in Ehingen. Der 49-Jährige aus Schemmerhofen geht mit dem eigenen Dialekt selbstbewusst um, für ihn selbstverständlich ist dabei aber, Neig’schmeckte nicht auszuschließen. Im Gegenteil, die werden gerne an schwäbische Liebenswürdigkeiten herangeführt – etwa Kosenamen wie „siaßa Grodd“, eine süße Kröte – werden dann erklärt. „Für mich war es ein Aha-Moment“, sagt Bruder Edgar über Geschäftsreisen, auf denen er festgestellt hat, dass Schwäbisch in Deutschland durchaus beliebt ist. „Der Schwabe neigt ja dazu, den eigenen Dialekt zu unterdrücken.“ Nicht-Schwaben könnten Diphtongs und Nasale sowie wegfallende Endungen allerdings schon mal verwirren, da sei das Bayerische leichter zu verstehen. Edgar Hagel: „Wir sind da vielleicht etwas schlampiger in der Aussprache.“ Auf ihren Tourneen bis weit in den Raum Stuttgart und auch zum Bodensee haben die Brüder festgestellt, dass schwäbische Wörter sich in der Verwendung teils auf kleine Ortschaften beschränken, manchmal im Fünf-Kilometer-Umkreis. Und so verstand im Gegenzug fast niemand ihren einstigen Programmtitel „Bagglig beianand“, was Edgar als „benommen wia a Bachele“ erklärt. Das jüngste Programm heißt „Itt ganz bacha“, „und auch da sagt man in manchen Regionen statt ,itt’ eher ,ned’, ,ett’, ,idda’ oder ,nedda’“, erklärt Alwin Hagel. „Mir wünsched ui viel Vergnügen“ habe in Kressbronn am Bodensee für viel Erheiterung gesorgt, „eine Woche später in Tübingen für gar keine. Die Tübinger sind uns im Schwäbischen näher als die am Bodensee.“ Relativ eindeutig könne man in den schwäbischen Ausprägungen oft den Älbler unterscheiden, so sagt schon der Frankenhofener zum Klee tendenziell „Klai“, zum Schnee „Schnai“, zum Stroh „Strau“ und zu Sternen „Steara“. In der Kälte hat sich der Dächinger ungern mal die Zehen „verfraura“, nicht „verfrora“. In Ehingen selbst könnten sich die Ausprägungen mischen, weil es bekanntlich am Rand von Oberschwaben und der Alb liegt. Amüsant kann Edgar Hagel etwa das „grottabreite“ Schwäbisch von Menschen aus Langenau finden. „Dann in Ochsenhausen ziehen sie manches lang, andernorts verschluckt man Silben, aber das kommt immer auf den Ort an“, will er nicht verallgemeinern. Während der Oberschwabe sagt, er sei „fort gsei“, sind Leute aus Ehingen „fort gwea“. Und die Riedlinger „hond an Hond“, während die Ehinger „an Hond hand“. Über solche Entdeckungen tauschen sich die Saubachkomedler gern nach ihren Auftritten mit den Zuschauern aus, was auch gern in Frotzeleien ausartet, aber immer auf nette Art. Auf der Bühne werden bei der Saubachkomede so genannte typisch s...

Regionalvermarktung mit Expertenrunde in der Bauernschule - Schwäbische

Friday, April 13, 2018

Leidtragenden Platz genommen hatte. „Oberschwaben ist ein weißer Fleck auf unserer Karte“, mit dieser wenig schmeichelhaften Aussage des Verbandes für Hotellerie und Gastronomie Baden-Württemberg (Dehoga) eröffnete Moderator Barny Bitterwolf die Expertenrunde. Hier konterte gleich Grit Puchan vom Ministerium „Ländlicher Raum“: „Ich kenne hier nur Positives, bei der ,Grünen Woche’ in Berlin schaut die ganze Welt auf regionale Produkte aus Oberschwaben. Ernährung ist etwas Emotionales, die Produkte werden mit den Erzeugern assoziiert.“Hohe HürdenÜber das Förderprogramm der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg „Leader“ sprach der Ostracher Bürgermeister Christoph Schulz. Doch es wurde an dieser Stelle bald klar, die Hürden dazu sind hoch gesetzt. Viel Positives wusste Ralf Hörger über die Landzunge zu berichten. 80 Gastwirte als Mitglieder werben hier mit überwiegend regionalen Produkten. Natürlich gibt es hier Spielregeln zu beachten, diese werden auch von unabhängigen Prüfern kontrolliert. Oft sei hier aber der Verbraucher bereit, für den Mehrwert einen etwas höheren Preis zu akzeptieren.Der stellvertretende Kreisvorsitzende des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben, Thomas Hagmann, sprach ein sehr heikles Thema an: „Die Discounter haben längst kapiert, dass sich in der Regionalität der Produkte Riesenchancen für ihren Markt ergeben“. Diesen Ball nahm Wilhelm Heine sofort auf. Als Selbstvermarkter in Bad Waldsee seit vielen Jahren im Geschäft, habe sein Mehrgenerationenbetrieb mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Dazu kommen noch verschärfte Vorgaben des Veterinäramtes. „Bald stellt sich für mich die Frage, kann ich diesen Nebenerwerb so weiterhin aufrechterhalten“. An dieser Stelle versprach Grit Puchan vom Ministerium: „Wir wollen doch die Kirche im Dorf lassen“.Die Verwendung regionaler Produkte dokumentierte die Stadt bei der Zusammenstellung der...

Die Floristik ist seine Leidenschaft - Zollern-Alb-Kurier (Abonnement)

Friday, October 13, 2017

Unternehmen, sondern auch für die Branche überregional und für den Berufsnachwuchs. So war er über 40 Jahre lang im Ausschuss Deutscher Floristen des Landesverbandes Baden-Württemberg vertreten und fast genauso lange im Prüfungsausschuss der IHK Reutlingen.Ebenso über Jahrzehnte hinweg ist er Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins Balingen, war seit 1975 Ausschussmitglied und auch zweiter Vorsitzender. Für seine Verdienste um den Verein wurde Hermann Jetter zum Ehrenmitglied ernannt.http://www.zak.de/artikel/details/386953/Balingen-Heselwangen-Die-Floristik-ist-seine-Leidenschaft

Neuer Amtsgerichtsdirektor in Singen - SÜDKURIER Online

Friday, October 13, 2017

Menschen (die in der juristischen Fachsprache übrigens als „Gerichtseingesessene“ bezeichnet werden). Nach Angaben von Johannes Daun gehört das Amtsgericht Singen unter den 108 Amtsgerichten in Baden-Württemberg (gemeinsam mit den Amtsgerichten Konstanz und Villingen-Schwenningen) mittlerweile zur Gruppe der mit acht und mehr Richterplanstellen ausgestatteten Amtsgerichte und damit zu den Top Ten der badischen Amtsgerichte. Das Amtsgericht Singen verfügt derzeit über 52 Mitarbeiter, mit der demnächst hinzukommenden Aufgabe der nachlassgerichtlichen Zuständigkeit wird die Zahl der Beschäftigten auf 62 Köpfe anwachsen. (tol)...

Ein Strauß Aale anstatt Blumen - shz.de

Friday, October 13, 2017

Zeit sehr heftig geschrieben“, erinnert er sich lachend. Und als die Sehnsucht nach Sylt und vor allem nach Monika zu groß wurde, machte er sich zum Biikebrennen im Februar 1957 aus dem baden-württembergischen Altensteig bei Kälte und Schneefall mit seinem Motorrad auf die knapp 1000 Kilometer lange Strecke. Die Hochzeit folgte schnell: Noch im gleichen Jahr heirateten die junge Frau und der Hobby-Angler. Die gebürtige Westerländerin erinnert sich: „Wenn man einen Strauß Blumen bekommt, ist das natürlich schön. Aber wenn man einen Strauß frisch geräucherter Aale bekommt, ist das viel schöner. Da war auch meine Mutter ganz glücklich und ich durfte Jonny behalten!“Allerdings: Ganz so romantisch wie die erste Phase ihrer Liebe war die Hochzeit nicht. „Drei Leute waren dabei“, erinnert sich Monika Frank. Außerdem ging Jonny bereits um 21 Uhr ins Bett, weil er am nächsten Morgen um vier Uhr wieder zur Arbeit musste. „Es waren höchst kümmerliche Verhältnisse“, erzählt er. „Wir hatten keine eigene Wohnung, sondern lebten in einem Zimmer in der Lorens-de-Hahn Straße.“Nach der Hochzeit zog das frisch vermählte Paar schließlich in die Scheune des Elternhauses von Jonny. „Wir haben ein Zimmer unter dem Dach abgekleidet und lebten dort in Kälte und bitterster Armut.“ Der Umzug ging schnell: „Zwei Mal mussten wir mit dem Kinderwagen gehen, dann hatten wir alle unsere Sachen transportiert“, berichtet Monika Frank. Aber sie blieb positiv: Ihr Mann hatte Arbeit und konnte immerhin die Familie ernähren. Der erste Sohn war bei dem Umzug schon geboren. Drei weitere Kinder folgten: zwei Jungs und ein Mädchen.Seit 60 Jahren wohnt das Ehepaar jetzt in dem Haus am Bundiswung, viel ist dort passiert. „Lange Zeit haben wir ganz kümmerlich gelebt“, sagt Monika Frank. „Bis etwa 1970 saßen wir unterm Dach in der kleinen Wohnung“, ergänzt ihr Mann. Als die damaligen Mieter, die in der unteren Etage des Hauses wohnten, auszogen, konnte sich das Paar – mit den wenigen Mitteln, die sie hatten – vergrößern. „Bei uns hat jedes Stück Möbel, jedes Stück Holz eine Geschichte. Hier ist alles von Hand gemacht“, sagt Johann Frank. Zum Glück war er Tischlermeister und wusste, wie man mit dem Material umgeht: „Jedes Stück Holz ist hier durch meine Hände gegangen“, sagt er stolz. Während ihrer Ehe war Johann beruflich in ganz Deutschland unterwegs und nur selten Zuhause. Monika, die mit den vier Kindern auf Sylt blieb, gewöhnte sich an die...